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Kraftwerkstechnik

Verschleißschutz durch Borieren in der Kraftwerkstechnik

Die Kraftwerkstechnologie ist eine anspruchsvolle Ingenieursdisziplin. Um Energie für eine moderne Industrienation bereit zu stellen, sind fortlaufende Innovationen notwendig. Die Ansprüche an Effizienz und Umweltverträglichkeit bei gleichzeitig langer Lebensdauer der Komponenten sind hoch. Dabei stellt der Verschleiß der eingesetzten Bauteile eine große Herausforderung in der Kraftwerkstechnik dar. In großen modernen Anlagen wirken enorme Kräfte auf die beteiligten Bauteile. Je nach Technologie wie etwa Wasserkraft, Braunkohle,  Windkraft oder Gaskraftwerken, sind dabei andere Probleme durch Verschleiß zu lösen. Häufig geht es um Probleme durch Abrasion, Kavitation, Kaltverschweißen und  Hochtemperaturverschleiß durch Wasserdampf.  Je nach Umfeld der Energietechnik wird Verschleiß vornehmlich durch mechanische, chemische oder thermische Beanspruchung verursacht. Es stellt sich für den Ingenieur die Frage, wie Wartungszyklen verlängert  und gleichzeitig die Betriebssicherheit aufrecht erhalten werden kann. Borieren mit Borocoat® stellt hier eine universell einsetzbare Behandlungsmethode für eine Vielzahl von Komponenten dar.


Verschleiß in Kraftwerken

Regelarmaturen, Dampfumformventile, Einspritzkühler, Brennerdüsen und Dosiereinrichtungen in Kraftwerken unterliegen komplexen Beanspruchungssystemen in Verbindung mit hohem Druck und Temperatur. Die Kombination von Verwendung hitze- und korrosionsbeständiger Stähle (z.B. 1.4922) mit Borocoat®-Diffusionsschichten eröffnen die Möglichkeit, Verschleißschutz auch bei sehr hohen Temperaturen zu gewährleisten.

Welche im Kraftwerksbau eingesetzten Werkstoffe können boriert werden?

Im Kraftwerksbereich kommen in Dosiersystemen bevorzugt niedriglegierte Stähle zum Einsatz. Boridschichtdicken von über 200µm gewährleisten einen wirkungsvollen Verschleißschutz. Dampfregelarmaturen sind hohen Temperaturen und Drücken ausgesetzt. Hitzebeständige austenitische und ferritische Stähle, rostfreie Stähle und Superlegierungen wie Inconel®  kommen zur Anwendung. BorTec bietet für alle genannten Materialien geeignete Borierprozesse zur Steigerung des Verschleißschutzes an. Nach der Borocoat®-Diffusionsbeschichtung kann die gewünschte Grundfestigkeit des Stahles durch ein Vakuumvergüten präzise eingestellt werden.Borocoat®-Diffusionsschichten schützen Kraftwerkstechnik vor:

  • Abrasionsverschleiß
  • Kavitationsverschleiß
  • Kaltverschweißen von Stahlpaarungen
  • Hochtemperaturverschleiß
  • Ermüdung

Eigenschaften der Borocoat®-Diffusionsschichten

  • Hohe Schichthärten von 1400-2800HV je nach Grundwerkstoff
  • Hohe Schichthärte auch bei unlegierten Stählen
  • Deutlich bessere Haftfestigkeit im Vergleich zu konventionellen Hartstoffschichten
  • Hoher Widerstand gegen abrasiven Verschleiß
  • Hoher Widerstand gegen adhäsiven Verschleiß
  • Hohe thermische Beständigkeit
  • Ausgeprägter Selbstschmiereffekt
  • Gute Beständigkeit gegen Al-und Zn-Schmelzen
  • Gutes Verhalten gegenüber sauren Medien

Detaillierte Informationen zu den Eigenschaften der Borierschichten stellen wir Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung.