Übersicht

Maschinenbau

Borieren im Maschinenbau

In Bereichen des Maschinenbaus, bei denen konventionelle Verschleißschutzverfahren wie Induktionshärten, Laserhärten, Einsatzhärten, Nitrieren, PVD-Beschichtung, Flammspritzen und Aufschweißen keinen ausreichenden Schutz gewährleisten können, wird das Borieren eingesetzt.

Verschleißschutz durch Borieren im Maschinenbau

Die Entwicklung von Maschinen stellt einen der großen Fortschrittsmotoren der modernen Gesellschaft dar. Maschinen ermöglichen effiziente Produktionsmethoden, erschließen neue Möglichkeiten der Energieerzeugung und dienen somit der Menschheit. Der Maschinen- und Anlagenbau ist durch fortwährende Innovationen und Verbesserungen geprägt. Leider hat auch aktuelle Technik immer mit Verschleiß zu kämpfen. Werden neue Technologien erschlossen, eröffnen sich auch neue Problemfelder im Bereich der Abnutzung. Für die vielfältigen Amforderungen an den Verschleißschutz ist das Borieren mit dem von BorTec entwickelten Borodur® Verfahren häufig eine Lösung. Borocoat®  Diffusionsschichten weisen Härtewerte bis zu 2800HV auf und verfügen über eine hohe thermische Beständigkeit bei sehr gutem Widerstand gegen verschiedenste Verschleißformen.

In welchen Bereichen kann durch Borieren der Verschleiß gemindert werden?

Im Gebiet des Maschinenbaus sind sehr viele Möglichkeiten für den Einsatz von Borierschichten gegeben. Die hohe thermische Beständigkeit von borierten Oberflächen prädestiniert Borocoat® für den Einsatz in der Motoren- und Turboladertechnik, sowie im Kraftwerkbau. Die hohe Härte der erzeugten Boride und die damit einhergehenden Eigenschaften im Widerstand gegen extremen abrasiven Verschleiß und Oberflächenzerrüttung, kommen im Bereich der Erntemaschinentechnik zur Anwendung. Weiterhin verfügen borierte Komponenten über herausragenden Widerstand gegen Kaltverschweißen gegenläufiger metallischer Reibpartner. Auftretender Kavitationsverschleiß in Pumpen und Turbinen wird durch die borierte Oberfläche vermieden. Weitere Anwendungsfälle finden sich in Verbrennungsanlagen, Rohrleitungssystemen, Förder- und Zerkleinerungsanlagen.

Welche Materialen lassen sich behandeln

Einer der großen Vorteile des Verschleißschutzes durch Borieren ist die breite Palette an behandelbaren Werkstoffen. Mit Stahl- und Gusseisenwerkstoffen, Nickelbasislegierungen,  rostfreien Stählen, hitzebeständigen Stählen, Werkzeugstählen Stellite® und Hartmetall lässt sich ein Großteil der im Maschinenbau eingesetzten Metalle behandeln. Zudem ist das Verfahren ausgesprochen flexibel, so können sowohl Schüttgut, Setzware als auch einzelne große Komponenten gehärtet werden.

Borocoat®-Diffusionsschichten schützen Komponenten des Maschinenbaus vor:

  • Abrasion
  • Kavitation
  • Kaltverschweißen/Fressen
  • Ermüdung
  • Oberflächenzerrüttung
  • Heißgaskorrosion
  • Korrosion durch Metallschmelzen (Al, Zn)

Eigenschaften der Borocoat®-Diffusionsschichten

  • Hohe Schichthärten von 1400-2800HV je nach Grundwerkstoff
  • Hohe Schichthärte auch bei unlegierten Stählen
  • Deutlich bessere Haftfestigkeit im Vergleich zu konventionellen Hartstoffschichten
  • Hoher Widerstand gegen abrasiven Verschleiß
  • Hoher Widerstand gegen adhäsiven Verschleiß
  • Hohe thermische Beständigkeit
  • Ausgeprägter Selbstschmiereffekt
  • Gute Beständigkeit gegen Al-und Zn-Schmelzen
  • Gutes Verhalten gegenüber sauren Medien

Detaillierte Informationen zu den Eigenschaften der Borierschichten stellen wir Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung.